Heilpraktik Tierheilkunde

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Tierheilkunde_264260_R_K_B_by_Pea Jakob_pixelio.de.jpgEine Sonderstellung?

Tierheilkunde umfasst die medizinische Betreuung von Tieren. Der Begriff wird in der Regel allerdings nur in Zusammenhang mit einem Tierheilpraktiker angewendet und bezeichnet damit nicht den Tierarzt. Die Tierheilkunde wird daher von Personen ausgeübt, die nicht über ein Studium verfügen. Die ausübenden Personen unterliegen zudem nicht den Vorschriften, wie sie für die normalen Heilpraktiker gelten, die am Menschen tätig sind. Dies ist ein Resultat aus dem Umstand, dass Tiere noch immer eine Sonderstellung einnehmen. Bis vor einigen Jahren waren sie den normalen Gegenständen gleichgestellt. Nur Ausnahmen regelten, dass bestimmte Haltungsbedingungen vorliegen müssen.

Der Verhaltenstherapeut:-trainerfür TiereVerhaltenstherapeut/-trainer und Tierpsychologe: Der kleine Unterschied

Ein Verhaltenstherapeut/-trainer hat ausschließlich die Aufgabe, das Verhalten eines Tiere auszuformen. Hierfür verwendet er Mittel, die aus den Lerntheorien der Psychologie stammen. Er unterscheidet sich damit von den Tierpsychologen. Ihre Arbeitsgrundlage ist das natürliche Verhalten der Rassen und Arten. Es wird deshalb nicht ausgeformt, sondern auf ihre ursprüngliche Form gebracht. Dabei muss nicht immer das Tier die Ursache darstellen, so dass ein Großteil der Arbeit mit den Tierhaltern erfolgt.

Tierphysiotherapie_43524_R_K_B_by_Regina Kaute_pixelio.de.jpgDie Tierphysiotherapie ist inzwischen sehr beliebt. In ähnlicher Form wird sie auch beim Menschen angewendet und war früher unter der Bezeichnung „Krankengymnastik" überall zu finden. Bei der Tierphysiotherapie werden Heilmittel eingesetzt, die ausschließlich zur äußerlichen Anwendung bestimmt sind. Deshalb werden darunter ganz unterschiedliche Verfahren eingestuft. Durch diese Verfahren soll die Bewegungsfähigkeit und die Funktion des Körpers wieder in die ursprüngliche Situation versetzt werden.

Einsatzgebiete der Tierphysiotherapie

Die Tierphysiotherapie wird deshalb nur bei Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt, durch die eine Beeinträchtigung der Funktionen oder der Bewegung gegeben ist. Beispiele sind Rheuma, das vor allem bei alten Hunden immer wieder zu finden ist oder auch eine Gelenkszerrung.

Tierosteopathie-was ist dasTierheilpraktiker, die ausschließlich die Osteopathie anwenden, werden auch Tierosteopathen genannt. Sie haben die Technik der Osteopathie erlernt und behandeln daher Tiere mit diesem Verfahren. Obwohl viele Menschen schon von dieser Therapieform gehört haben, können sich dennoch nur wenige ein Bild davon machen.

Eine kurze Begriffsbestimmung

Die Osteopathie ist eine Methode der Alternativmedizin. Es werden zahlreiche Behandlungsmethoden unter diesem Begriff zusammengefasst. Mit diesen kann ein Tierosteopath nicht nur eine Behandlung durchführen. Vielmehr beinhaltet die Osteopathie auch ein Konzept zur Befunderhebung. Kern aller Möglichkeiten unter dieser Bezeichnung ist die Ausführung der Behandlung mit den Händen und ohne weitere Hilfsmittel, weshalb auch der Begriff „Manuelle Therapie" gebräuchlich ist.

Tierpsychologie_172418_R_K_by_Marco Barnebeck(Telemarco)_pixelio.de.jpgTierpsychologen haben immer mehr Zulauf. Sie haben den Ruf, dass sie das Verhalten der Tiere beeinflussen können. Deshalb soll es Tieren mit Verhaltensstörungen ermöglicht werden, wieder „normal" zu agieren. Von kleinen Problemen bis hin zu großen Problembergen sollen die Tierpsychologen alles beheben können.

Spezialisten für die Arten

Ein Tierpsychologe ist immer auf eine oder auf zwei Tierarten spezialisiert. Er muss die Rassen und die Arten genau kennen, damit er überhaupt in der Lage sein kann zu beurteilen, welche Verhaltensweisen überhaupt als abnorm zu bezeichnen sind. In vielen Fällen treten Verhaltensweisen bei Tieren auf, die vom Besitzer - gerade wenn er keine Erfahrungen hat - als abnorm bezeichnet werden. In der Praxis stellt sich dann oftmals heraus, dass es sich um ein ganz natürliches Verhalten handelt. Ohne die Kenntnis um die normalen Lebens- und Verhaltensweisen sind solche Aussagen nicht möglich. Darüber hinaus sind nicht alle Tiere gleich. Sie haben alle ihren eigenen Charakter und damit auch individuellen Eigenschaften, die nicht durch die Art und Rasse bestimmt werden. Auch diesen Umstand berücksichtigen die Tierpsychologen.

Tierhomöopathie_167213_R_K_by_Leonora Schwarz_pixelio.de.jpgVom Wesen des Tierhomöopathen

Tierhomöopathen wenden die Methoden der Homöopathie an Tieren an. Eigentlich handelt es sich um Tierheilpraktiker, die auf eine bestimmte Behandlungsmethode spezialisiert sind. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht deshalb genau diese Behandlungsmethode, die auch beim Menschen immer wieder Anwendung findet. Tierhomöopathen zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie im Gegensatz zu den normalen Tierheilkundlern wesentlich mehr Tierarten behandeln können. Die meisten Heilkundler untersuchen und behandeln beispielsweise ein großes Spektrum an verschiedenen Säugetieren. Auch auf andere Gattungen kann die Spezialisierung erfolgen.

Der TierheilpraktikerWas ist ein Tierheilpraktiker?

Ein Tierheilpraktiker diagnostiziert Krankheiten bei Tieren und behandelt sie. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Person, die diese Tätigkeit studiert hat. Vielmehr ist der Tierheilpraktiker jemand, der seine Fähigkeiten im Selbststudium oder aber auch in einem Ausbildungsgang erworben hat. Deshalb sind viele verschiedene Qualifikationen bei den Personen vorhanden, die diesen Beruf ausüben. Spezialisierung

Die meisten Tierheilpraktiker sind auf bestimmte Tierarten spezialisiert. In der Regel behandeln sie die recht häufig vorkommenden Haustiere wie Hunde, Katzen, Pferde oder Nager. Allerdings sind auch seltener Tierheilpraktiker anzutreffen, die Reptilien und Amphibien behandeln. Auf diesem Gebiet verfügen sie über ausreichende Kenntnisse und können die Tiere daher angemessen behandeln. Ihre Kenntnisse umfassen in der Regel die Anatomie und auch die Physiologie. Darüber hinaus haben sie fundierte Kenntnisse in der Krankheitslehre und können auch Infektionen einschätzen. Im Vordergrund der Behandlung stehen Naturheilverfahren.